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SAP Concur im Mittelstand: Potenziale und Grenzen

Intertours Reisen & Events GmbH
SAP Concur im Mittelstand: Potenziale und Grenzen | Intertours
Kurzantwort

SAP Concur ist eine robuste Expense-Management-Plattform für Buchung und Spesenabrechnungen im Mittelstand. Sie optimiert die operative Abwicklung, schafft aber keine Governance und keine aktive Steuerungslogik. Intertours als SAP Concur Partner lagert die strategische Steuerung aus – Konditionsmanagement, Verhandlung und Reporting sind nicht Concurs Aufgabe, sondern unsere.

1. Was SAP Concur kann: Operative Automatisierung im Detail

SAP Concur ist ein Enterprise-Expense-Management-System, das seit 2008 weltweit etabliert ist. Im Mittelstand löst es spezifische operative Probleme.

Die Kernleistung: Buchhaltungsadministration automatisieren. Spesenabrechnungen von Mitarbeitenden werden digital eingereicht, automatisch überprüft, genehmigt und abgerechnet. Die Reisekosten fließen strukturiert in die Kostenrechnung ein. Das ist echter operativer Mehrwert – für eine kaufmännische Abteilung, die heute noch auf Excel und E-Mail arbeitet.

Kernleistung: Automatisierte Compliance

SAP Concur enforces Reiserichtlinien auf Dateneingabe-Ebene. Die API-Integration mit Buchungssystemen (GDS, Metasearch) reduziert manuelle Dateneingaben. Die Genehmigungsketten sind konfigurierbar und nachverfolgbar. Das schafft Nachweisbarkeit für Einkauf und Audit.

Was Concur konkret automatisiert:

  • Spesenformulare mit Belegauslesen (OCR)
  • Automatische Kategorisierung (Hotel, Flug, Mietwagen, Meal)
  • Policy-Enforcement (Zu hohe Kategorie? System blockiert.)
  • Genehmigungsketten nach Organisationsstruktur
  • Automatische SAP FI-Integration (Buchungskreis, Kostenstelle)
  • Echtzeit-Reporting auf Abteilungs- und Unternehmensebene
  • Mobile App für Mitarbeitende (Spesenerfassung unterwegs)
Für Einkauf relevant: Concur liefert aktuell, was Sie heute in dezentralen Excels und schlecht gepflegten Datenbanken haben. Struktur, Vergleichbarkeit, Audit-Trail.

2. Wo Concur an seine Grenzen stößt: Die Steuerungslücke

SAP Concur ist ein Compliance- und Reporting-System. Es ist kein Steuerungssystem.

Hier liegt die kritische Unterscheidung: Concur sagt Ihnen, was Ihre Mitarbeitenden gebucht und ausgegeben haben. Concur sagt Ihnen nicht, warum und was Sie dagegen tun können.

Die Steuerungslücke

Concur antwortet auf die Frage: „Wie viel haben wir in Q3 für Geschäftsreisen ausgegeben?" Aber nicht auf: „Warum sind die Kosten um 8 % gestiegen?" und „Welche 3 Maßnahmen senken das um 5 % ab Q4?" Das ist Steuerung – und das ist nicht Concurs Aufgabe.

Konkrete Grenzen von SAP Concur:

1

Keine Konditionslogik

Concur sieht Hotel-Nächte und Ticketpreise. Aber Concur verhandelt nicht mit Hotels, kennt keine Firmenraten und hat keinen Raum für Rabattstaffeln. Das ist Geschäft zwischen Einkauf und Anbieter.

2

Keine Angebots-Intelligenz

Concur bucht gegen verfügbare Tarife – es optimiert nicht für Firma. Es hat kein System zur Preisüberwachung (wäre im selben Hotel gestern billiger gewesen?), keine Flex-Logik (welches Flugdatum spart Kosten?) und keine Kombinationsoptimierung (Hotel + Flug + Transfer).

3

Keine Stakeholder-Governance

Concur hat Genehmigungsketten. Es hat aber keine Travel-Governance: keine definierten Rollen, keine Eskalations-Logik bei Budgetüberschreitung, keine zentrale Verhandlungsstelle für neue Carrier oder Hotels. Das ist organisatorisch.

4

Keine Entschädigungslogik

Wenn ein Flug ausfällt und der Mitarbeitende einen teureren Ticket bucht: Concur registriert das als Policy-Verstoß und markiert die Abrechnung zur manuellen Prüfung. Aber was ist die Entschädigungslogik? Wer trägt das Risiko? Concur beantwortet das nicht.

5

Kein Anbieter-Management

Concur integriert mit Buchungssystemen (GDS, NDC, Metasearch). Aber Concur verwaltet keine Anbieter-Konten, keine SLAs mit Airlines, Hotels oder Mietwagen-Partnern. Das ist externe Geschäftsbeziehung.

SAP Concur ist eine Finanzmaschine, keine Strategiemaschine. Mit Concur allein sparen Sie höchstens 1–2 % durch bessere Compliance. Mit Steuerung dazu: 2–7 %.

3. SAP Concur vs. klassisches Reisebüro: Der Vergleich

Viele Mittelständler fragen: Ersetze ich mein Reisebüro mit Concur oder nicht?

Die Antwort ist strukturiert: Sie ersetzen es teilweise, aber nicht vollständig. Concur und Reisebüro lösen unterschiedliche Probleme.

Aufgabe Concur Klassisches Reisebüro Beste Kombination
Buchung verwalten Concur für Self-Service, RB bei Sonderfällen
Spesen abrechnen Concur (RB hat keine Finanzschnittstelle)
Policy durchsetzen teilweise Concur (System-Enforcement)
Conditionslogik Reisebüro (als Einkaufs-Agent)
Angebots-Negotiation Reisebüro + spezialisierter TM-Partner
Governance/Steering teilweise Dedizierter Travel Manager (Intertours-Partner)
Troubleshooting (Flug ausfallen, etc.) teilweise Reisebüro-Support mit Concur-Anbindung
Das Fazit für Einkauf: Concur ersetzt die operative Buchungsadministration (Formulare, Freigaben, Abrechnung). Aber die Steuerungsverantwortung bleibt bei Ihnen – oder muss an einen Travel-Management-Partner delegiert werden.

4. Warum Einkauf Concur allein kritisch beurteilen sollte

Einkauf sieht Concur oft als „Digitalisierung des Reisebudgets". Das ist eine problematische Verkürzung.

Aus Einkaufs-Perspektive sollten Sie folgende Risiken sehen:

1

Keine Lieferanten-Strategie

Concur hat keinen verhandelbaren Lieferanten-Vertrag mit SAP. Die Gebühren sind nicht Ihrer Kontrolle unterworfen. Sie zahlen pro Reisender pro Monat (~3–6 EUR) oder pro Transaction (~0,50–1,00 EUR). Das ist nicht eine Leistung, die Sie mit anderen Anbietern konkurrenzieren können.

2

Lock-in: GDS und Integrations-Abhängigkeit

Concur integriert mit bestimmten GDS-Systemen (Amadeus, Sabre, Galileo) und bestimmten Metasearch-Plattformen. Wenn Sie später den Anbieter wechseln möchten: die Concur-Daten sind an diese Integrations-Architektur gekoppelt. Export ist möglich, aber nicht kostenlos oder zeitsparend.

3

SLA-Probleme

SAP Concur ist ein Finanz- und Audit-System. Das bedeutet: Datenqualität und Verfügbarkeit sind nicht verhandelbar. Aber SLAs für Booking-Geschwindigkeit, Preisoptimierung oder Support-Reaktionszeit sind nicht im Konkurs-Modell enthalten. Sie zahlen für Infrastruktur, nicht für Ergebnis.

4

Keine Transparenz über Booking-Quellen

Concur aggregiert Buchungen aus verschiedenen Quellen (Online, GDS, Reisebüro, Metasearch). Das ist praktisch für Reporting. Aber es heißt auch: Sie verlieren die Sicht auf, wer mit wem verhandelt und welche Konditionen tatsächlich gewährt werden.

Einkauf sollte Concur nicht als Lösung betrachten, sondern als notwendiges Reporting-Fundament. Die Entscheidung bleibt: Wer steuert aktiv?

5. Die Rolle des SAP Concur Partners: Steuerung, nicht nur Tickets

SAP Concur Partner sind Unternehmen, die Concur implementieren, konfigurieren und mit Einkauf integrieren.

Es gibt verschiedene Typen von Concur Partnern:

Implementierungs-Partner

Sie installieren Concur, bauen Schnittstellen auf und trainieren Ihre Mitarbeitenden. Das ist eine IT-Leistung. Sie zahlen für Projekt-Stunden. Nach 3 Monaten sind sie weg. Das ist nicht Partnerschaft – das ist Projektabwicklung.

Managed-Service-Partner

Sie administrieren Concur als Outsourced-Lösung. Sie managen User, aktualisieren Richtlinien, pflegen Integrations-Schnittstellen. Das ist laufende IT-Administration. Gut für CFO. Nicht relevant für Einkauf oder Cost Control.

Reisebüro mit Concur-Integration

Sie buchen, die Buchung fließt automatisch in Concur. Das ist buchungsseitig praktisch. Aber Sie verhandeln nicht, Sie haben keine Finanzverantwortung. Reisebüros sind Distributoren, keine Partner mit Steuerungsverantwortung.

Travel-Management-Partner mit Concur-Steuerung (Intertours)

Sie nutzen Concur als Reporting-Backbone, aber Sie übernehmen die aktive Steuerung: Konditionsverhandlung, Angebots-Optimierung, Governance, ROI-Reporting. Das ist echte Partnerschaft – mit klarer Verantwortung für messbare Ergebnisse.

Für Einkauf relevant: Nur der Travel-Management-Partner mit Steuerungsverantwortung adressiert die Steuerungslücke, die Concur allein offenlässt.

6. Intertours als Concur Partner: Governance aus dem Haus

Intertours ist SAP Concur Partner und macht etwas, das andere Travel-Anbieter nicht tun: Wir verlagern die Steuerungsverantwortung, nicht die Buchung.

Das ist eine fundamental andere Position im Markt. Wir nutzen Concur als Daten- und Reporting-Plattform. Aber die Steuerungslogik kommt von uns.

Aufgabe SAP Concur allein Intertours als Concur Partner
Policy konfigurieren
Spend analysieren
Angebote negotiieren ✓ (aktiv mit Lieferanten)
Preis-Optimierung in Realzeit ✓ (bei Booking)
Governance-Struktur ✓ (Steering Committee, Rollen, Verantwortung)
Budget-Steuerung Reporting only ✓ (aktive Intervention)
Entschädigungslogik ✓ (klare Regeln, proaktive Rückforderung)
Messbare Kostenreduktion ✓ (2–7 % dokumentiert)
Intertours-Differenzierung

Wir sind nicht ein besseres oder günstigeres Reisebüro. Wir sind ein Travel-Management-Partner, der Concur nutzt, um Steuerung vergleichbar zu machen. Concur gibt uns die Daten, wir geben Ihnen die Strategie und Ergebnisse.

7. Konkrete Implementierungsfalls im Mittelstand

Wie funktioniert Intertours + SAP Concur in der Praxis? Ein Beispiel aus dem Mittelstand (750 Mitarbeitende, 2.500 Reisen/Jahr, Budget 800 KEUR):

Ausgangssituation: Drei Reisebüros, keine Concur, dezentrale Buchungen, Spesenabrechnungen in Excel, CFO hat keine Kostenübersicht.

Monat 1–3: Implementierung

  • Concur-Konfiguration (Policy, Approver-Struktur, GL-Mapping)
  • GDS-Integration (Buchungen fließen automatisch in Concur)
  • Change Management (Mitarbeitende lernen die App)
  • Data Cleanup (alte Spesendaten migriert)

Monat 3: Steuerungsstart

  • Intertours analysiert 3 Monate Booking-Daten in Concur
  • Finden: 40 % aller Hotels sind Einzelbuchungen ohne Firmensätze
  • Finden: Business Class wird zu 30 % auch für Domestic Short Hauls gebucht
  • Finden: Mietwagen-Gebühren sind 15 % höher als bei Top-Anbietern

Monat 4–6: Negotiation & Optimization

  • Intertours verhandelt mit 5 Key Hotels (Firmensätze in den Top 10 Städten)
  • Richtlinie: Business Class ab 6 Flugstunden; sonst Economy Plus
  • Neuer Mietwagen-Partner mit Rate Card (10 % Rabatt vs. vorher)
  • Concur policy wird aktualisiert; System enforces die neuen Regeln

Monat 7+: Laufende Steuerung

  • Monatliches Reporting (Concur-Dashboard): Ausgaben nach Kategorie, Abteilung, Mitarbeitender
  • Quartalsweises Steering Committee (CFO, Einkauf, Travel Manager, Intertours)
  • Echtzeit-Preisüberwachung (Flüge, Hotels) – Alerts bei Anomalien
  • Entschädigungslogik: Flugausfälle werden zentral gemanagt, Kulanz-Rückforderungen bei Lieferanten
5,2 %
Reduktion der Reisekosten nach 12 Monaten (von 800 KEUR auf 760 KEUR)

Ergebnis: Die Kostenreduktion kommt aus: 3 % Konditionsverhandlung (Hotelraten, Mietwagen), 1,5 % Kategorie-Optimierung (weniger Business Class), 0,7 % Governance-Effekt (keine Einzelbuchungen mehr, keine Rogue-Reisen). Concur hat die Datenbasis geschaffen – Intertours hat Steuerung daraus gemacht.

8. Was Einkauf beim SAP Concur Partner prüfen sollte

Nicht alle Concur Partner sind gleich. Einkauf sollte folgende Fragen stellen:

1

Ist die Negotiation-Kapazität im Partner-Geschäftsmodell enthalten?

Oder zahlt Ihr Unternehmen extra für Verhandlungen? Gute Partner haben Sales-Teams für Hotelketten und Airlines – das ist in die laufende Gebühr integriert, nicht als Beratungszeit. Schlechte Partner delegieren diese Aufgabe zu Ihnen zurück („Sie müssen mit den Hotels reden").

2

Wie ist die Entschädigungslogik defined?

Wenn ein Flug überbucht ist oder ein Hotel eine Kulanz schuldet: Wer kümmert sich? Der Partner oder Sie? Gute Partner haben ein Entschädigungs-Tracking und setzen Ansprüche mit Lieferanten durch. Das spart 0,5–2 % unkompliziert ein.

3

Ist das Geschäftsmodell Ergebnis-basiert oder Transaktions-basiert?

Transaktions-basiert: Sie zahlen pro Reise oder pro Flug (~0,50–2 EUR). Das ist neutral auf Einkaufs-Anreize. Ergebnis-basiert: Der Partner verdient Provision, wenn Kosten sinken. Das schafft Anreiz-Alignment – aber prüfen Sie, ob der Partner „Gimmicks" nutzt (Abschläge, die nicht nachhaltig sind).

4

Wird das Geschäft mit Reporting-Transparenz operationalisiert?

Gute Partner liefern monatliche Scorecards: Kosten vs. Budget, Savings vs. Baseline, SLAs (Booking-Fehlerquote, Policy-Compliance, Preis-Optimierungsrate). Das ist nicht Nice-to-Have – das ist Einkaufs-Standard.

5

Was ist die Ausstiegs-Klausel?

SAP Concur gehört Ihnen – die Daten gehören Ihnen. Aber wie schnell können Sie den Partner austauschen? Gute Partner: 3–6 Monate Kündigungsfrist, Daten-Export kostenlos. Schlechte Partner: 12 Monate Kündigungsfrist, Daten-Export kostenpflichtig oder kompliziert.

Nicht der Preis ist die Prüfgröße – sondern die Steuerungsverantwortung und der Ergebnis-Nachweis. Einkauf sollte auf messbare SLAs und ein Governing Operating Model insistieren.

9. SLA und Messbarkeit: Was Sie fordern dürfen

Ein guter Travel-Management-Partner mit Concur sollte sich auf folgende SLAs committen können:

KPI Benchmark Bei Intertours realistische Ziele
Booking-Fehlerquote (in Concur) < 2 % < 0,5 %
Policy-Compliance 85–90 % 93–97 %
Durchschn. Ticketpreis (vs. Markt) 95–100 % (Marktpreis) 88–92 % (negotiated rates)
Durchschn. Hotelrate (negotiated vs. non-negotiated) 10–15 % savings 12–20 % savings
Support-Response-Time (Incident) < 4 hours < 2 hours
Entschädigungen-Realisierungsquote 60–70 % 80–90 %
Gesamtkostenreduktion (Jahr 1) 1–3 % 2–7 %
Wichtig: Diese SLAs müssen schriftlich im Vertrag stehen. Und es muss ein Governance-Forum geben (monatlich oder quartalsweise), um sie zu überwachen. Ohne Reporting-Cadence sind SLAs Theorie.

10. Häufige Fallen bei der Concur-Einführung

Unternehmen, die Concur einführen, machen oft systematische Fehler – die am Ende teuer werden.

1

Falsche Partnerwahl

Der Partner ist ein IT-Integrator, kein Travel-Management-Unternehmen. Ergebnis: Concur ist technisch hervorragend konfiguriert. Aber Sie haben keinen Partner, der active steering macht. Sie bekommen ein Reporting-Tool, keine Lösung.

2

Zu ambitionierte Policy beim Start

Viele Unternehmen konfigurieren Policy-Regeln, die zu restriktiv sind. Ergebnis: Zu viele Exceptions, Frustration bei Mitarbeitenden, Policy-Bypass (buchen privat und reichen später ein). Besserer Ansatz: Start mit 70 % Compliance, dann optimieren.

3

Change Management unterschätzt

Concur ist nicht nur ein Tool – es ändert Prozesse. Mitarbeitende müssen Spesen digital eingeben, statt EMAILs zu schicken. Das braucht Training und Geduld. Partner ohne Change-Kompetenz: höheres Risiko für Projektverzögerung.

4

Keine Anbieter-Integration vorab

Concur muss mit den GDS-Systemen integriert werden, über die Ihre Mitarbeitenden buchen. Ohne diese Integration: Daten-Duplizierung, Fehlerrisiko, manuelle Datenerfassung. Das zerstört die Automatisierung, für die Sie Concur gekauft haben.

5

Governance-Struktur nicht vor Rollout definiert

Wer sitzt im Steering Committee? Wer hat Entscheidungskompetenz? Wie oft treffen sie sich? Ohne klare Struktur: Concur läuft, aber Steuerung passiert nicht. Sie zahlen für Reporting, aber nicht für Entscheidung.

Lehre aus Implementierungen

Concur-Implementierungen scheitern nicht an der Technologie. Sie scheitern, weil Unternehmen Concur als „Automatisierungs-Lösung" sehen und keine Governance-Struktur aufbauen. Richtig gemacht: Concur ist der Daten-Motor – Steuerung ist eine separate Funktion.

11. Häufige Fragen zu SAP Concur und Partnerschaft

Ist SAP Concur für Mittelständler (500–2.500 Mitarbeitende) wirklich sinnvoll?

Ja, aber mit Vorsicht. Concur ist ab ~500 Mitarbeitenden wirtschaftlich sinnvoll (Implementierungskosten: ~50–150 KEUR, Jahreslizenz: ~80–200 KEUR). Darunter ist der administrative Aufwand zu hoch. Wichtig: Concur allein spart nicht viel – erst mit aktivem Travel Management.

Wie lange dauert eine Concur-Implementierung?

Typisch 3–6 Monate, je nach Komplexität. Phase 1 (Konfiguration, Tests): 6–8 Wochen. Phase 2 (Integration mit GDS und SAP FI): 4–6 Wochen. Phase 3 (Pilot-Rollout): 2–3 Wochen. Phase 4 (Vollständiger Rollout, Training): 2–4 Wochen. Mit Change Management: insgesamt 4–6 Monate realistisch.

Wer sollte Concur implementieren: Intertours oder ein IT-Integrator?

Idealerweise beide zusammen. Ein IT-Integrator mit Concur-Spezialisierung kümmert sich um die technische Infrastruktur. Intertours als Travel-Management-Partner kümmert sich um die Business-Logik und Steuerung. Tricky: Der IT-Integrator ist teuer und braucht 3–4 Monate – Intertours kann parallele Steuerung schon nach 6–8 Wochen aufbauen.

Was kostet ein SAP Concur Partner pro Jahr?

Modelle variieren: (1) Transaktionsgebühr: 0,50–1,50 EUR pro Reise. Bei 2.500 Reisen/Jahr: ~2.500–3.750 EUR/Jahr. (2) Nutzer-basiert: 2–6 EUR pro aktiver Nutzer pro Monat. (3) Ergebnis-basiert: 20–40 % des realisierten Savings. Intertours nutzt Modell 3 – das bedeutet: Wir verdienen nur, wenn Sie sparen.

Kann ich Concur kündigen und zu einem anderen Partner wechseln?

Die Daten gehören Ihnen – das Concur-Abonnement auch. Technisch: ja. Praktisch: Der Export und die Migration zu einem neuen System sind aufwändig. Einkauf sollte vertragliche Exit-Klauseln verhandeln: 3–6 Monate Kündigungsfrist, kostenloser Daten-Export, Migrationsassistenz.

Welche Garantie gibt es für die 2–7 % Kostenreduktion?

Keine Garantie – aber bewiesene Ergebnisse. Bei Intertours: dokumentierte Durchschnitte von 3–5 % über 12 Monate. Das kommt aus: Konditionen (2–3 %), Kategorie-Optimierung (0,5–1 %), Governance (0,5–1,5 %). Einzeln oder gesamt hängt von der Ausgangssituation ab. Deshalb gibt es ein Baseline-Assessment in Monat 1.

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